Fragen und Antworten zum Fernunterricht am OSZT anlässlich Corona

Frage: Startet am 20. April nach den Frühlingsferien wieder der Normalunterricht?
Antwort: Der Bundesrat wird demnächst entscheiden und kommunizieren, wie es weitergeht bezüglich den Massnahmen. Wir informieren weiterhin auf unserer Webseite.

Frage: Jetzt kommen die Ferien, aber weil die Eltern wegen der Corona-Situation ungeplant weiter arbeiten müssen, kommt es bei uns zu Betreuungs-Engpässen. Was sollen wir tun?
Antwort: Melden Sie sich möglichst rasch bei der Schuleitung.

Frage: Ich habe gehört, das Schuljahr sei nun verloren oder es dürfe keine Noten geben. Stimmt das?
Antwort: Nein, die Bildunsdirektionen der Kantone haben beschlossen, dass das Schuljahr normal gezählt wird, allenfalls mit der Bemerkung "Kein Präsenzunterricht während der Zeit der Coronapandemie". Wir halten uns an die Vorgaben des Kantons - auch bezüglich der Beurteilung.

Frage: Wie unterstützen Eltern ihre Kinder im Fernunterricht am besten?
Antwort:
1. Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Gestaltung seiner klaren Tagesstruktur. Wann arbeitet es und wann arbeitet es nicht?
2. Unterstützen Sie Ihr Kind, die Aufträge und Abgabeterminen zu überblicken. Helfen Sie ihm, Dinge geplant und in Ruhe anzugehen.
3. Ermutigen Sie Ihr Kind, sich bei Fragen oder Aufträgen auch mit Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen: Per WhatsApp, per Google-Chat oder per Google Video-Konferenz. Oder auch einfach per Anruf. Das ist eine neue Art von Partner- und Gruppenarbeit.

Frage: Mein Kind arbeitet fast rund um die Uhr wegen all den Aufträgen - was sollen wir tun?
Antwort: Helfen Sie Ihrem Kind, Zeiten ohne schulische Arbeiten einzulegen - auch mal nach Draussen im Garten. Im Idealfall helfen bereits ein Tagesplan oder Abmachungen; andernfalls beschränken Sie bitte den Zugang zu Computer und Smartphone.

Frage: Wie kriegt mein Kind die nötigen Infos zum Fernunterricht?
Antwort: Am OSZT läuft das Meiste über den schulischen Clouddienst G-Mail: Kommunikation und Aufträge, Feedbacks. Daneben telefonieren wir bei Bedarf.

Frage: Und wenn mal das Internet nicht mehr geht?
Antwort: Dann soll sich Ihr Kind analogen "Papier-Aufträgen" widmen, die es bereits hat. Oder ein Buch lesen.

Frage: Jetzt ist die Schule zu und die Kinder sollen ab und zu Material holen kommen. Ist das nicht widersinnig oder gar verboten?
Antwort: Es geht um das Ziel, engen Menschenkontakt zu vermeiden zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus. Die Jugendlichen kommen allenfalls gestaffelt und den nötigen Abstand haltend zur Schule.

Frage: Die Eltern sind berufstätig und jetzt ist die Schule zu. Wie gehen wir vor?
Antwort: Für Jugendliche an der Oberstufe sollte es möglich sein, ohne Eltern daheim im Fernunterricht zu arbeiten. Andernfalls kann mit der Schulleitung eine Lösung gesucht werden.

Frage: Mein Kind sollte an Video-Chats teilnehmen, sein Computer hat aber keine Kamera. Was ist zu tun?
Antwort: Dafür geht auch ein Smartphone oder ein Tablet mit der richtigen App. Oder man kann bei der Schulleitung ein Chromebook der Schule ausleihen.

Frage: Wir haben aber kein W-Lan daheim, was machen wir?
Antwort: Melden Sie sich bei der Schulleitung, um eine Lösung zu finden.

Frage: Fliessen eingereichte Arbeiten in die Beurteilung ein?
Antwort: Das liegt im Ermessen der Lehrperson, die auch die Möglichkeit von Unterstützung durch Drittpersonen berücksichtigen muss.

Frage: Kann bei diesem Fernunterricht denn der Lehrplan eingehalten werden?
Antwort: Das dürfte schwierig werden bei der Kurzfristigkeit der aktuellen Situation. Und würde es auch bleiben, falls der Zustand langer anhält. Die Berner Behörde gibt den Schulen jedoch ausdrücklich den entsprechenden Freiraum. Wir geben unser Bestes und arbeiten an sinnvollen, für Fernunterricht geeigneten Aufträgen. Die Umsetzung des ohnehin neuen Lehrplans rückt derzeit in den Hintergrund.

Frage: Wieso verwendet das OSZT für den Fernunterricht das System von Google und nicht Offfice 365 von Microsoft?
Antwort: Zur Verwendung von Informatik-Diensten im Unterricht ist im Kanton Bern nichts vorgegeben. Am OSZT kommt seit mehreren Jahren der Dienst «G-Suite for Education» von Google zum Einsatz. Andere Schulen oder Kantone setzen auf den Dienst von Microsoft oder auf andere Dienste. Mehr Infos zu Google am OSZT gibt es hier.

Frage: Wieso konnte das OSZT so schnell auf Fernunterricht umstellen?
Antwort: Unser schulische Clouddienst von Google war schon lange ein nützlicher, aber nicht zwingend notwendiger Zusatz. Alle Jugendlichen und Lehrpersonen waren mit den Funtkionen vertraut und nutzten das System bereits regelmässig. Deshalb konnten wir mit überschaubarem Aufwand bei der Schulschliessung (fast) reibungslos auf Fernunterricht wechseln. Der früher "optionale Zusatz" wurde von einem Tag auf den anderen zur Drehscheibe unseres Unterrichts.

Frage: Wie sieht bei euch der Fernunterricht konkret aus?
Antwort aus Sicht der Jugendlichen: Die Jugendlichen loggen sich daheim ins schulische G-Suite und dort in den eigens für Fernunterricht konzipierten Bereich "Google Classroom". Dort beschäftigen sie sich mit den so erhaltenen Aufträgen. Die Jugendlichen arbeiten entweder allein an diesen Aufträgen oder sie verbinden sich per Chat oder Video-Chat zu Lerngruppen. Einige Klassen treffen sich täglich zu einer bestimmten Zeit mit der Klassenlehrperson oder mit Fachlehrpersonen per Videokonferenz. Fertige Aufträge werden auch in Classroom abgegeben, wo auch Feedbacks und Beurteilungen abgegeben werden können. Zudem führen alle Jugendlichen täglich ein Arbeitsprotokoll, das sie mit ihren Lehrpersonen digital geteilt haben.
Antwort aus Sicht der Lehrpersonen: Auch die Lehrpersonen loggen sich daheim oder in der Schule ins schulisch G-Suite ein. Dann beschäftigen sie sich mit fernunterrichts-tauglichen Aufträgen für die Jugendlichen, mit ihren Anliegen, Fragen und mit eingereichten Arbeiten. Den persönlichen Kontakt mit einzelenen Jugendlichen oder der ganzen Klasse pflegen die Lehrpersonen entweder per Telefon, Mail, Textchat oder Videochat. Konferenzen der Lehrpersonen werden nun auch digital durchgeführt.

Frage: Gibt es auch Schwierigkeiten?
Antwort: Sowohl für die Jugendlichen als auch für die Lehrpersonen war es sehr herausfordernd, sich urplötzlich in einer (fast) ausschliesslich digitalen Schul-Welt zu orientieren. Schwierig war es, die Flut an Informationen, Optionen und Benachrichtigungen zu überblicken und das Richtige anzupacken.
Es ist herausfordernd zu bemerken, welche Jugendliche zusätzliche Unterstützung brauchen und dafür die passende Form zu finden.

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