Das OSZT setzt auf „Chromebooks“ und „Google“

Eine Schule braucht heutzutage mobile Geräte! Ein Hauptgrund sind die neuen Lehrmittel, welche auf Online-Ressourcen setzen. Dabei reicht ein Lehrergerät mit Beamer nur selten. Zunehmend sind Geräte für alle Jugendlichen einer Klasse nötig. Und welche schaffen wir an? Windows oder Apple? Tablet oder Laptop? Frei verfügbare Programme oder lizenzkostenpflichtige? Schüler- oder Schulgeräte? Dürfen sie nach Hause genommen werden? Wie viel dürfen sie kosten? Wer bezahlt sie? Wer trägt die Verantwortung?  Fragen über Fragen...

Bild Google und Geräte

Am OSZ Täuffelen bewährt sich seit dem Schuljahr 2014/15 der Einsatz sogenannter "Chromebooks": Das sind sind einfache, günstige Laptops verschiedener Hersteller. Ihnen genügen wenig Ressourcen, weil sie alle Daten und Programme aus dem Cloud-Dienst von Google beziehen. Deshalb ist auch die Akku-Laufzeit relativ lange. Auf Chromebooks laufen Google-Programme namens "Google Apps". Im Internet surft man mit dem Browser "Chrome", für den es zahlreiche Zusatz-Programme gibt. Für uns besonders nützlich ist Mic Note, mit dem die Jugendlichen Tonaufnahmen erstellen können, welche als MP3 im Posteingang der Lehrperson landen.

Zentrales Element der Chromebooks ist der konstenfreie (!) Google Cloud-Dienst G Suite. Mit ihm hat jeder Jugendliche sein eigenes Schul-Login. Einmal eingeloggt stehen alle Dokumente, Dateien und Mails zur Verfügung. Und zwar unabhängig vom Gerät. In der Schule, zu Hause oder sogar unterwegs auf seinem mobilen Gerät, wenn gewünscht. Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit, Angebot und Zuverlässigkeit von G Suite sind bestechend und auch schul-alltagstauglich. Dokumente lassen sich gezielt mit einzelnen Benutzern, bestimmten Gruppen, mit Klassen oder der ganzen Schule teilen. Sogar das gleichzeitige Bearbeiten eines einzigen Dokuments durch eine ganze Klasse ist möglich. (Mit Educanet konnten wir uns leider nie anfreunden.) G-Suite enthält die üblichen Büro-Anwendungen, ein Webseiten-Tool, Kommunikations-Programme und vieles mehr. Mit Google Classroom kann die Unterrichts-Organisation auf Wunsch gänzlich ins Netz verlegt werden.

Auch bezüglich Jugendschutz und Verwendungkontrolle stehen sinnvolle Möglichkeiten zur Verfügung. Die Chromebooks können so konfiguriert werden, dass sie ausschliesslich mit dem G-Suite-Login der Schule mitsamt seinen Regeln und Beschränkungen verwendet werden können. Die Geräte lassen sich so einstellen, dass der Browserverlauf nicht gelöscht werden kann und dass im Hintergrund ein Content-Filter läuft.

Die Online-Inhalte der im Kanton Bern obligatorischen Lehrmittel Clin d'oeil, Mathbuch und New World laufen problemlos auf den Chromebooks. Voraussetzung ist allerdings ein leistungsfähiger Internetzugang und ein gut funktionierendes, leistungsfähiges W-Lan.

Allerdings haben Chrombooks eine Einschränkung, die man beachten muss: was nicht online auf einer Webseite angeboten wird,  was nicht in einem Cloud-Dienst zur Verfügung steht und wofür nicht eine Google App oder ein Chrome-Plugin zur Verfügung steht, läuft nicht! Auf einem Chrombook können keine "google-fremden" Programme installiert werden. Nicht aus der Welt von Windows, nicht von Apple und auch nicht von Linux. Allerdings ist das in der heutigen Zeit kaum noch ein Nachteil, wo fast alles webbasiert im Internet angeboten wird. An klare Grenzen stossen wir beispielsweise bei der Bild- oder Videobearbeitung, welche auf einem Chromebook nicht befriedigend gemacht werden kann. Für solche Zwecke gibt es bei uns noch Festgeräte in  Informatikräumen.

Die Geräte am OSZT gehören der Schule und werden immer wieder eingesammelt. Die Preise bewegensich je nach Modell und Bildschirmgrösse zwischen 300.- und 400.- Franken.

Für den Transport bewährt sich bei uns der stabile, wendige "Clax Trolley": Auf jede Ablagefläche kommt eine Rako-Kiste mit 10 Chromebooks, sodass die Lehrperson einhändig 20 Chromebooks im Schulhaus umherrollen kann. Die Ladegeräte haben wir teils an den Trolley montiert; meistens jedoch im Raum installiert, wo die Trolleys aufbewahrt werden. Je nach Gebrauch hält eine Ladung 1 bis mehrere Tage.

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